Lesebrillen (306)

Alles Wichtige, was Sie vor dem Kauf von Lesebrillen wissen sollten.


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Lesebrille kaufen: Klar sehen, wenn die Nähe zur Herausforderung wird

Die Speisekarte im Restaurant wird auf einmal auf Armlänge gehalten, die Nachricht auf dem Handy verschwimmt leicht und abends beim Lesen fehlt spürbar das Licht. Genau in diesem Moment beginnt für die meisten Menschen die Suche nach der passenden Lesebrille. Was viele überrascht: Dieser Punkt kommt fast immer, unabhängig davon, wie gut die Augen vorher waren.

Warum wird eine Lesebrille irgendwann fast unvermeidbar?

Der Grund dafür heißt Presbyopie, im Alltag meist Alterssichtigkeit genannt. Die Augenlinse verliert mit den Jahren an Elastizität und kann sich immer schwerer auf nahe Objekte scharfstellen. Dieser Prozess beginnt meist schleichend zwischen dem 40. und 45. Lebensjahr und betrifft praktisch jeden Menschen, unabhängig davon, ob zuvor eine Fehlsichtigkeit vorlag oder nicht.

Wer bislang keine Brille getragen hat, merkt die Veränderung oft zuerst beim Lesen kleiner Schrift oder bei schwachem Licht. Wer bereits eine Brille für die Ferne trägt, greift nun zusätzlich zu einer Lesebrille oder wechselt zu Gleitsichtgläsern. Beides sind völlig normale Entwicklungen, die sich mit der passenden Sehhilfe gut ausgleichen lassen.

Woher weiß ich, welche Lesebrille ich brauche?

Die eigene Sehstärke lässt sich grob einschätzen, eine verlässliche Aussage liefert jedoch nur eine Messung. Typische Anzeichen, die auf den Bedarf einer Lesebrille hindeuten, sind unscharfe kleine Schrift, ein zunehmender Leseabstand, schnelle Ermüdung der Augen bei Naharbeit und gelegentliche Kopfschmerzen nach längerem Lesen.

Als erste Orientierung nutzen viele Menschen einen einfachen Test: Halten Sie einen Text in normalem Leseabstand vor sich. Wird die Schrift erst auf Armlänge scharf, liegt die passende Stärke häufig zwischen +1,0 und +1,5 Dioptrien. Mit zunehmendem Alter steigt der Bedarf meist weiter an.

Alter

Häufige Ausgangsstärke

40 bis 45 Jahre

+1,0

45 bis 50 Jahre

+1,5

50 bis 55 Jahre

+2,0

ab 55 Jahre

+2,5 bis +3,0

Diese Tabelle dient als grober Richtwert. Wer auf Nummer sicher gehen möchte oder bei beiden Augen unterschiedliche Werte vermutet, sollte die Stärke beim Optiker oder Augenarzt messen lassen. Besonders bei einer ersten Lesebrille lohnt sich dieser Schritt, da er spätere Fehlkäufe vermeidet.

Sind Lesebrillen vom Optiker besser?

Für viele alltägliche Situationen liefert eine Fertiglesebrille aus dem Onlineshop ein völlig ausreichendes Ergebnis, insbesondere wenn beide Augen die gleiche Sehstärke benötigen und keine weiteren Sehschwächen vorliegen. Der Vorteil liegt auf der Hand: geringerer Preis, sofortige Verfügbarkeit und eine große Auswahl an Fassungen.

Eine Lesebrille vom Optiker punktet dagegen bei individuellen Anforderungen. Wer eine Hornhautverkrümmung hat, bei beiden Augen unterschiedliche Werte benötigt oder besonders hohe Ansprüche an Tragekomfort und Zentrierung der Gläser stellt, profitiert von einer individuellen Anpassung. Der Optiker misst die Pupillendistanz exakt und kann die Gläser optisch präziser auf die persönliche Sehsituation abstimmen.

Beide Varianten haben also ihre Berechtigung. Die Frage ist weniger, welche grundsätzlich besser ist, sondern welche zur eigenen Sehsituation passt.

Was sollten Sie beim Kauf einer Lesebrille beachten?

Neben der richtigen Stärke spielen einige weitere Faktoren eine wichtige Rolle für ein gutes Ergebnis im Alltag.

Material und Fassung

Kunststofffassungen sind leicht, robust und in nahezu jeder Farbe erhältlich, ideal für alle, die häufig zwischen verschiedenen Modellen wechseln möchten. Titan gilt als besonders leicht und gleichzeitig sehr strapazierfähig, ein klarer Vorteil für alle, die ihre Brille viele Stunden am Tag tragen. Metallfassungen wirken elegant und zeitlos und eignen sich gut für den beruflichen Alltag.

Glasqualität und Beschichtung

Eine gute Lesebrille zeigt sich nicht nur an der Fassung, sondern vor allem an der Glasqualität. Günstige Fertiglesebrillen zeigen gelegentlich Unschärfen am Rand des Glases, was bei längerem Tragen unangenehm auffallen kann. Hochwertigere Gläser bieten ein größeres verzerrungsfreies Sichtfeld und sind meist zusätzlich entspiegelt, was besonders bei Bildschirmarbeit oder Kunstlicht am Abend spürbar angenehmer ist.

Passform und Gewicht

Eine Lesebrille, die drückt oder ständig verrutscht, wird auf Dauer ungern getragen, egal wie gut die Sehstärke passt. Achten Sie auf ein geringes Gewicht, gut sitzende Nasenpads und stabile Scharniere. Wer die Brille häufig auf- und absetzt, profitiert zusätzlich von Federscharnieren, die das Material bei häufigem Gebrauch schonen.

Lesebrille für die Arbeit am Bildschirm

Viele Menschen greifen mittlerweile nicht nur zum Lesen von Büchern, sondern auch bei der täglichen Bildschirmarbeit zur Lesebrille. Hier lohnt sich ein Blick auf spezielle Bildschirmarbeitsplätze-Gläser, die auf die typische Distanz zum Monitor abgestimmt sind, meist zwischen 50 und 70 Zentimetern. Eine normale Lesebrille ist dagegen auf den klassischen Leseabstand von etwa 30 bis 40 Zentimetern ausgelegt.

Wer stundenlang am Laptop arbeitet und dabei häufig auch auf Unterlagen auf dem Schreibtisch blickt, profitiert oft von einer sogenannten Arbeitsplatzbrille mit zwei sanft ineinander übergehenden Stärken. So bleibt sowohl der Bildschirm als auch die nähere Tischebene scharf, ohne ständigen Brillenwechsel.

Praxisbeispiel: Vom ersten Verdacht zur passenden Brille

Ein Kunde Anfang 40 bemerkte über mehrere Wochen, dass er beim Lesen von Verträgen automatisch das Blatt weiter von sich weghielt. Zunächst griff er zu einer günstigen Fertiglesebrille mit Stärke +1,0 aus dem Drogeriemarkt. Diese half kurzfristig, sorgte jedoch bei längerem Lesen für ein leicht ziehendes Gefühl in den Augen.

Nach einer Sehwertbestimmung zeigte sich, dass ein Auge eine geringfügig andere Stärke benötigte als das andere, ein Detail, das eine Fertiglesebrille naturgemäß nicht abbilden kann. Mit einer individuell angepassten Lesebrille in leichter Titanfassung verschwand das unangenehme Ziehen vollständig. Der Kunde berichtete zudem, dass sich seine Konzentration beim Lesen spürbar verbesserte, da die Augen nicht mehr ständig nachjustieren mussten.

Genau dieses Beispiel zeigt, warum es sich lohnt, bei anhaltenden Beschwerden nicht einfach bei der ersten Fertiglesebrille zu bleiben, sondern die tatsächliche Sehsituation prüfen zu lassen.

Was kostet eine gute Lesebrille vom Optiker?

Die Kosten für eine Lesebrille vom Optiker variieren je nach Glasqualität, Beschichtung und Fassung deutlich. Einfache Einstärkengläser mit Standardbeschichtung liegen häufig zwischen 80 und 150 Euro inklusive Fassung. Hochwertigere Gläser mit Entspiegelung, Kratzschutz und dünnerer Bauweise bewegen sich meist zwischen 150 und 300 Euro. Premiumfassungen aus Titan oder mit besonderen Designwünschen können den Gesamtpreis zusätzlich erhöhen.

Zum Vergleich: Eine gute Fertiglesebrille aus unserem Onlineshop ist bereits ab etwa 15 bis 30 Euro erhältlich und deckt für viele Alltagssituationen den Bedarf vollständig ab. Wer regelmäßig mehrere Lesebrillen für unterschiedliche Orte benötigt, etwa eine für den Schreibtisch, eine für die Handtasche und eine für das Nachttischchen, fährt mit dieser Preisklasse oft deutlich wirtschaftlicher.

Was zahlt die Krankenkasse bei Lesebrillen?

Die gesetzlichen Krankenkassen in Deutschland übernehmen die Kosten für Lesebrillen nur in Ausnahmefällen. Für Erwachsene gilt: Eine Kostenübernahme ist grundsätzlich nur bei einer erheblichen Sehbeeinträchtigung möglich, etwa ab einer Fehlsichtigkeit von 6,25 Dioptrien oder wenn die Sehschärfe selbst mit bestmöglicher Korrektur maximal 30 Prozent beträgt. Eine gewöhnliche Alterssichtigkeit fällt in aller Regel nicht darunter.

Für Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren übernimmt die Krankenkasse die Kosten für die Brillengläser bei Vorliegen einer ärztlichen Verordnung, die Fassung müssen Eltern jedoch meist selbst tragen. Wer regelmäßig eine neue Lesebrille benötigt, sollte zusätzlich prüfen, ob eine private Zusatzversicherung Zuschüsse zu Sehhilfen bietet. Unter bestimmten Voraussetzungen lassen sich die Kosten außerdem als außergewöhnliche Belastung in der Steuererklärung angeben.

Was sind die Nachteile einer Lesebrille?

So praktisch eine Lesebrille im Alltag ist, ganz ohne Kompromisse kommt sie nicht aus. Der ständige Wechsel zwischen Fern- und Nahsicht kann lästig werden, gerade wenn die Brille beim Blick in die Ferne wieder abgesetzt werden muss. Wer die Brille häufig auf- und absetzt, verliert sie zudem leichter oder vergisst sie an anderen Orten.

Günstige Modelle zeigen gelegentlich Unschärfen am Glasrand, was bei längerem Tragen ermüdend wirken kann. Manche Nutzer empfinden zudem die veränderte Wahrnehmung beim seitlichen Blick durch das Glas zunächst als ungewohnt. Diese Nachteile lassen sich jedoch größtenteils durch eine gute Glasqualität und die richtige Stärke deutlich reduzieren. Wer den ständigen Wechsel vermeiden möchte, findet in Gleitsichtbrillen oder speziellen Arbeitsplatzbrillen häufig eine praktische Alternative.

FAQ zur Lesebrille

Sind Lesebrillen vom Optiker besser? 

Nicht grundsätzlich, aber sie bieten Vorteile bei individuellen Anforderungen wie unterschiedlichen Sehwerten beider Augen oder besonders hohen Ansprüchen an Passform und Glasqualität. Für den Alltag reicht bei gleicher Sehstärke beider Augen häufig eine gute Fertiglesebrille aus.

Woher weiß ich, welche Lesebrille ich brauche? 

Typische Anzeichen sind unscharfe kleine Schrift, ein zunehmender Leseabstand und schnelle Ermüdung der Augen. Eine grobe Orientierung bietet die Alterstabelle, eine verlässliche Aussage liefert jedoch nur eine Sehwertbestimmung beim Optiker oder Augenarzt.

Was kostet eine gute Lesebrille vom Optiker? 

Je nach Glasqualität und Fassung liegen die Kosten meist zwischen 80 und 300 Euro. Fertiglesebrillen aus dem Onlineshop sind mit 15 bis 30 Euro deutlich günstiger und für viele Alltagssituationen völlig ausreichend.

Was zahlt die Krankenkasse bei Lesebrillen? 

Bei Erwachsenen übernimmt die gesetzliche Krankenkasse die Kosten nur bei starker Sehbeeinträchtigung. Eine gewöhnliche Alterssichtigkeit fällt in der Regel nicht darunter. Für Kinder gelten andere Regelungen.

Was sind die Nachteile einer Lesebrille? 

Der ständige Wechsel zwischen Nah- und Fernsicht kann im Alltag lästig sein, und günstige Modelle zeigen gelegentlich Unschärfen am Rand. Mit guter Glasqualität und korrekter Stärke lassen sich diese Nachteile jedoch deutlich abmildern.

Die passende Lesebrille für Ihren Alltag

Ob als schnelle Lösung für unterwegs oder als individuell angepasstes Modell vom Optiker: Eine gute Lesebrille macht den Unterschied zwischen anstrengendem und entspanntem Lesen spürbar aus. Entdecken Sie jetzt unsere Auswahl an Lesebrillen in unterschiedlichen Stärken, Materialien und Designs und finden Sie das Modell, das zu Ihren Augen und Ihrem Alltag passt.

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